Sam 15 Nov 2008
Jedenfalls nicht nach seiner Definition, die sich allerdings so nicht dort findet, wo
er sie gefunden haben will. In keiner der beschriebenen Wortbedeutungen
findet sich die Definition “Volksverhetzer“. Das allerdings will Theo Zwanziger
aus dem Duden herausgelesen haben.
Stimmt nicht. Theo Zwanziger sagt nicht die Wahrheit!
Herr Dr. Zwanziger hat in zwei gegen den Journalisten Jens Weinreich
angestrengten Prozessen vor Berliner Gerichten eindeutig verloren.
Das hat ihm garnicht zugesagt, weshalb er die Klage in der Hauptsache vor
einem Koblenzer Gericht einzureichen drohte.
Koblenz, das ihm aus seiner frĂŒheren beruflichen TĂ€tigkeit eigentlich
verbunden sein sollte, war er doch dort als Richter tÀtig und spÀter sogar
RegierungsprÀsident eben dort.
Nun mögen die Koblenzer Gerichte ihm signalisiert haben, daĂ sie von FuĂball
und vermeintlicher Kameraderie soviel halten wie mein GroĂvater.
Dr. Theo Zwanziger “verzichtete” jedenfalls auf die Weiterverfolgung eines
Deliktes, das von Anfang an keines war.
Warum in meinem Opablog derartiges seine ErwÀhnung findet?
Weil Dr. Theo Zwanziger die Angelegenheit, gelinde gesagt, auf die
Spitze treibt. Der DFB verbreitet eine PresseerklÀrung, die vor Unrichtigkeiten
nur so strotzt.
Mit Wissen und Wollen setzt er den von ihm angegriffenen Journalisten mit
Hilfe seiner und der AnwÀlte des DFB ins Unrecht.
Das darf ihm nicht gelingen!
Und wenn dieser Eintrag nur einen Zweck erfĂŒllt, nĂ€mlich in Suchmaschinen
aufzutauchen und die nach Dr. Theo Zwanziger Suchenden per Link mit der
Nase auf die Ungeheuerlichkeit zu stossen.
Dieser Mann soll am 25.11.2008 den Preis âGegen Vergessen â FĂŒr Demokratieâ
2008 erhalten.
Oldman hĂ€lt Dr. Theo Zwanziger seines Verhaltens wegen fĂŒr nicht wĂŒrdig.
WĂŒrden die fĂŒhrenden Medien sich der Angelegenheit annehmen, wĂŒrde
Herr Dr. Zwanziger aus persönliche GrĂŒnden die Ăbernahme ablehnen.
Das wÀre das Mindeste.
TZ ist zwar 15 Tage Ă€lter als oldman und er hat vielleicht Begriffe vermischt, weil er auch nur einen Volksbrockhaus aus dem Nachlass seines Vaters im Regal gefunden hat. Zur Zeit gĂŒltige Lexika allerdings erklĂ€ren den Begriff nicht relevant abweichend.
November 16th, 2008 at 9:16 am
Hallo Oldman! WofĂŒr soll Herr Zwanziger der Preis “Gegen Vergessen - FĂŒr Demokratie” erhalten? Den erhĂ€lt ja auch nicht jeder! Da muss man sich doch schon fĂŒr wĂŒrdig erwiesen haben! Wenn er sich gegen die Betitulierung als “Demagoge” verwahrt, hat er doch dazu jedes Recht. Und meine Assoziation dieses Wortes, auch ohne Duden, ist ebenfalls Volksverhetzer. Ist das nicht eine Sache der SensibilitĂ€t und hĂ€tte sich daher Herr Weinreich nicht einfach nur entschuldigen sollen, womit die Sache fĂŒr Herrn Zwanziger mglw. gleich vom Tisch gewesen wĂ€re? Denn besonders feinfĂŒhlig ist es sicherlich nicht gewesen, den Herrn Zwanziger als Demagogen zu bezeichnen!
November 16th, 2008 at 11:02 am
Hallo Nachbar,
den Preis soll er verliehen bekommen, weil unter seiner Ăgide in den Stadien die Aktion “Gegen AuslĂ€nderfeindlichkeit” gestartet wurde.
Um den “Fall” zu verstehen muss man tatsĂ€chlich den gesamten Vorgang verfolgt haben bzw. nachlesen.
Ich empfehle als Zusammenfassung die oben verlinkten BeitrÀge.
Sich gegen eine ehrenrĂŒhrige Bezeichnung zu wehren bleibt jedem unbenommen.
Hat Herr TZ ja auch getan und ist bei zwei Gerichten in Berlin gescheitert.
Also: Herr Weinreich hat RECHT bekommen.
Also bitte erst alles lesen. Auch den Ursprung des Streites, der nicht in einem Sportartikel des Herrn Weinreich fusste, sondern in einem Blog-Kommentar innerhalb einer Diskussion ĂŒber die Finanzierung der Bundesligavereine.
November 16th, 2008 at 12:25 pm
Danke fĂŒr den Hinweis, lieber Oldman, doch habe ich schon alles gelesen. Es ist und bleibt fĂŒr mich eine Ă€uĂerst unsensible Betitulierung des Herrn Weinrichs an die Adresse von Herrn Zwanziger, vorallendingen in Hinblick auf dessen Erfahrungen mit dem sogenannten “Dritten Reich” und der wunderbaren Aktion, die er in Stadien gestartet hat. Und wie gesagt, meine erste Assoziation mit “Demagoge” war Volksverhetzer und auch an das sogenannte “Dritte Reich” habe ich dabei gedacht. Auch wenn Herr Weinrich von zwei Berliner Gerichten Recht bekommen hat - mit BegrĂŒndungen, die ich teilweise nicht nachvollziehen kann -, heiĂt das ja nicht, dass er recht hat!
November 16th, 2008 at 12:39 pm
Lieber Nachbar,
Gerichte sprechen Recht. Ob uns das in allen FĂ€llen passt oder nicht.
Unsensibel oder nicht. Ich hÀtte es wahrscheinlich nicht verwendet.
Theo Zwanzigers Erfahrungen mit dem Dritten Reich ĂŒbertreffen meine Erfahrungen um 15 Tage. (In Worten: FĂŒnfzehn Tage!)
Wir sind beide im Juni 1945 geboren.
November 28th, 2008 at 1:47 pm
Es geht auch schon lĂ€ngst nicht mehr um die zwei Wörter. Viel interessanter sind die Folgereaktionen. So wurde aus dem (O-Ton) “persönlichen Anliegen” des Hr. Dr. Zwanziger durch einbeziehen des DFB-Machtapperates, des Inhaltes der Pressemitteilung (auch hier hat ein Gericht diese untersagt) und der addressierten EmpfĂ€nger, kurzum ein klassiches WintermĂ€rchen gestrickt.
Der DFB versucht offensichtlich mit allen Mitteln (selbst unlauteren, wie gesagt gerichtlich bestÀtigt) einen Kritiker zu schaden. Das darf man einfach nicht zulassen. So ein vorgehen muss verhindert werden.