Son 15 Mär 2009
Motiv - Fantasie - Tatwerkzeug - Auslöser - Amok ?
von oldman in : Allgemeines , Ungelöste RätselWährend sich Hunderschaften von Psychologen bemühen, ein Motiv
für die schreckliche Tat in Winnenden und Wendlingen zu finden,
und nahezu alle das Spielen von Killerspielen als Motiv erkannt
zu haben glauben, hat meine Familienpsychologin Ute Neef-Fischer
beim gestrigen Arbeitsabendessen einen für sie nahe liegenden
Ablauf heraus gearbeitet.
Als Erstes nannte sie eine Kette von Voraussetzungen (Motivation),
die zu einer solchen Tat führen können.
1. Der Grund, das Tatmotiv :
Lang andauerndes Missachten der Person des Täters in Familie und
privatem Umfeld / Schule.
Vergleichende Bewertung im Elternhaus. Bruder vs. Schwester.
“Deine Schwester ist besser als Du”!
Nebst ähnlichen kränkenden Wertungen.
2. Rachefantasien,
die sich evtl. über lange Monate hinweg summieren und mit
dem Spielen von Computerspielen abreagiert werden, bis das
sprichwörtliche Fass zum Überlaufen kommt.
3. Das Tatmittel:
Ein (junger) Mensch der mit Schußwaffen aufgewachsen ist, wird zur
Schußwaffe greifen, wenn er darüber verfügen kann.
Ohne eine verfügbare Schußwaffe keine Tötungen durch diesen
Täter.
4. Der Auslöser :
Was geschah am Abend zuvor?
Welche Gespräche im Elternhaus fanden am Vorabend statt?
Streitgespräch zwischen Vater und Sohn?
Wiederholte Vorhaltungen und Vergleiche: Sohn / Tochter?
5. Das Vorgehen:
Die Vorbereitungshandlung nahm einige Zeit in Anspruch.
Das Spielen und Schießen am Computer bis Mitternacht
konnte den Gefühlsstau nicht mehr kompensieren.
Morgens dann die Waffe, Munition nehmen und verstauen,
nachdem die Familie das Haus verlassen hatte.
Der Weg zur Schule auf dem der T. hätte sich anders entscheiden
und von seinem Vorhaben zurücktreten können.
Es war die Ausführung eines schon lange durchfantasierten Vorhabens.
Soweit unsere Familienpsychologin Ute Neef-Fischer.
März 16th, 2009 at 8:57 am
“Ohne eine verfügbare Schußwaffe keine Tötungen durch diesen
Täter.”
Naja, vielleicht keine Tötungen mit Schuswaffen aus dem näheren Umfeld. Aber es gibt auch Selbstbaubomben und genug andere Möglichkeiten, um nicht allein zu sein.
März 16th, 2009 at 1:17 pm
Ja, f5, es gibt konkrete und abstrakte Szenarien für ein derartiges Tötungsdelikt.
Es wäre abstrakt anzunehmen, daß sich ein Polizeibeamter vergiftet oder vom Hochhaus springt, wenn er des Lebens überdrüssig ist.
Er hat eine Waffe und weiß damit umzugehen.
Ein Chemiker vielleicht, der sich und andere in die Luft sprengt. Aber auch nicht sicher, der könnte sich was anderes mischen, zur oralen Einnahme vielleicht und für die Verhassten in deren Kaffe mischen.
Spekulationen allemal.
März 16th, 2009 at 11:57 pm
Das Gefühl im Allgemeinen fehlt dieser Gesellschaft. Sie will Blut sehen. Am besten auch Gedärme und heulende Angehörige. Das gibt den Kick!
Der Tod ist aus dem wirklichen Leben fast verschwunden, er ist entfremdet. Fern. Da geben uns die Bilder den Grusel, den wir so vermissen.
Ich brauche ihn nicht. Ich habe ihn täglich auf der Arbeit, denn ich bin Krankenpfleger.
Wenn wir den Tod wieder alltäglicher machten, heraus aus den Kühlkammern, Aufbahrung im Wohnzimmer und so, dann wäre er weniger geheimnisvoll und faszinierend.
Dann müßte die verfickte Sensationspresse nicht mehr so draufhalten und das Material der televisionären Aasgeier wäre weniger interssant und vielleicht auch der Umgang frustrierter Heranwachsender mit ihrem Leben und dem Leben anderer respektvoller.
März 25th, 2009 at 1:10 pm
man lernt nicht fußball am pc
man lernt nicht autofahren am pc
man lernt nicht fliegen am pc
laut politikern lernt man aber taktik und treffsicheres schießen am pc
und deswegen müssen killerspiele (also cowboy&indianer oder schach) verboten werden.
denn die anderen spiele ab 18 und auch die filme ab 18 hätte ein 17 jahre alter junge ja ohnehin nicht konsumieren dürfen/können. dies sollte man erst nach dem man beim bund das reale tötungshandwerk erlernt hat dürfen.
wenn reale waffen in deutschland nicht verboten werden sollen, dann sollte dann nicht wenigstens jeder bundesbürger ab 10 jahren zwangsbewaffnet werden, damit er sich im ernstfall verteidigen kann?