Fre 14 Sep 2007
Und da stand MC vor mir, ein sehr schmal gewordener Junge, den ich nicht
erkannt hätte, hätte Roman Libbertz mit seiner sehr hübschen Begleiterin
mit ihm nicht eine Dreiergruppe in der Lobby gebildet.
( MC hatte eine beängstigende Ähnlichkeit mit meinem Sohn T. , als dieser an der
Uni Freiburg sein Leben völlig neu entwarf und nach Hamburg an die
Journalistenschule einer hüpfenden Schachfigur ging.
Als sein Sandkastenfreund Alexander D. in Hamburng die U-Bahn von
unten testete (eine Drecksau hatte ihm reinen Stoff angedreht) und verlor,
kam T. zu Papi.
Er sah aus wie MC vorhin.
Roman Libbertz hätte ich vorher auch nicht erkannt.
Er hatte sich verdunkelt mit einer dieser Brillen, die Männer seines
Alters und Formates gern als Haarspange benutzen.
Als ich ihm eine Knoblauchzehe anbot, lehnte er freundlich ab.
So bekam ich noch ein wenig Odem der Münchener Partyszene ab.
Schwerer Abend, schwere Nacht, seine überaus hübsche Begleiterin
habe ihn chauffiert, bekräftigte Roman.
Ein netter Kerl. So meine abschließende Beurteilung.
Nur daß er zu den Menschen gehört, die anderen Männern immer prüfend
in den Bizeps kneifen, störte mich ein wenig.
Und es stört mich, daß er die Regel 1 nicht beachtet:
Als Körperschützer * nur völlig nüchtern in vermutete
Schwartereien zu gehen.
“Ich warte hier auf einen Freund aus Kiel,” erläuterte er auf keine Frage.
Ich so:” Auf Herrn Winkel? Ich habe einen Haftbefehl für ihn”
In seinen Augen, jetzt offen gelegt, was auf gute Erziehung schließen läßt,
erkannte ich kurz ein heftiges Erschrecken.
“Nein, nein, ich will nur den Symbolischen Kaufpreis von einem Euro vom
MC einfordern, wissen sie worum es geht“?
“Nein“.
Kurzes, sehr kurz erklärendes Gespräch, während dessen sich die überaus
lieblich aussehende Dame, der ich bescheinigte viel jünger auszusehen
und das meinte ich durchaus ernst, ein wenig abwandte.
“Ja“, so Roman, aber das sei doch lange her.
Natürlich, knapp über ein Jahr, den Vertrag hätte ich bei mir, so ich, in etwa.
Nach dem Referat von Peter Praschl erst:
“Hallo mein Freund“. Wandte ich mich der schmal gewordenen Gestalt zu.
“Hallo Jo“.
“Du, ich krieg noch einen Euro von Dir“.
“Für das Wohnmobil“?
“Genau, Du weiß doch, daß ich Dinge bis zum Ende durchziehe“.
“Und deswegen bist Du extra hergefahren“?
“Genau, hab ich Dir doch geschrieben“.
“Mal sehen ob ich soviel dabei habe.”
Hatte er. (neben ein paar Kupfermünzen)
Thema endgültig erledigt.
Hätte sehr viel früher erledigt sein können.
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Die Referate habe ich bis zum Schluß aufmerksam verfolgt.
Für mich nichts wirklich Neues, obwohl journalistisch nicht
vorbelastet:
Don Dahlmanns Moderation souverän.
Vanessa Diemand, die es verstand auch mir etwas rüberzubringen,
weil sie nicht zu wissenschaftlich erklärte. Was zu Beginn nicht zu
vermuten war.
Rainer Meyer, dessen Ansichten und Auslegungen ich ohnehin
unterstütze und hier nicht werten werde.
Peter Praschl. Top, hatte ich auch erwartet. Man fühlt sich so klein.
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Hätte ich Kleingeld für das Parkhaus gehabt, hätte ich auf das tief empfundene
Vergnügen verzichen müssen, mit Rainer Meyer, Peter Glaser,
Vanessa Diemand und zwei weiteren hier nicht benamsten Damen
Salate der Saison zu knurpsen.
Ich wollte ja schon um 12.00h abdrehen.
Bambis Aufträge erledigen. Zucker, Obst, Waschmaschine leeren usw.
;-))
Alles in Allem ein schöner Pensionär - Vormittag.
Ich lernte Don Alphonso, Peter Glaser und einen Münchener
Eventveranstalter persönlich kennen und bin angenehm
überrrascht.
Wobei ich berufsbedingte “Münchener Unpässlichkeiten”
letztendlich toleriere.
Ich war in Karlsruhe im ZKM. Ist das nix?
* Bodyguard
PS.: Ich bewerte gastgebende Häuser gerne nach deren Toiletten. ZKM : Note 1
September 14th, 2007 at 6:35 pm
Good news, sozusagen :-)
September 14th, 2007 at 6:42 pm
Ja, Opa.
MC ’s Vortrag allerdings, der im Stil eines
TV - Auftrittes noch während meiner Anwesenheit geprobt wurde, habe ich verpasst.
Ich bin ein schlechter Fremdschämer.
September 14th, 2007 at 6:44 pm
Unuuud, Opa, kennst Du Twiggy noch?
Stell’s Dir mal vor.
September 15th, 2007 at 12:38 am
Alles nicht so mein Ding, die gesamte “literarische Zukunft” Deutschlands. Da halte ich mich eher an meine Lieblingsenkel in Münster und Berlin. Wie der Klaus hier ganz in meinem und im Sinne des dialogischen Prinzips augenzwinkernd feststellt.
Und was Twiggy betrifft: ich bin zwar kein Anhänger des barocken Schönheitsideals eines Herrn P.P. Rubens, aber ein bisschen Fleisch darf um das Skelett herum schon dran sein. Nicht dass man sich beim Anfassen noch verletzt.
September 15th, 2007 at 10:17 am
Mit Twiggy meinte ich in diesem speziellen Fall den dünnen Mann. Bei dem Mädel waralles am rechten Platz.
September 21st, 2007 at 1:54 am
war wirklich nett mit dir,
kneif das nächste mal auch nicht mehr, versprochen
gruss aus münchen
September 21st, 2007 at 6:42 am
Hi Roman,
ich bin bald auf der Wiesn.
Ich bringe den Stein mit, der dem Markeninhaber vom Herzen fiel, als ich ihn doch nicht (verbal) an der Gurgel packte. Der war im ersten Moment richtig verdattert.