Son 5 Jul 2009
Blitzeinschlag bei oldman. Aktennotiz . WV Juli 2010, R mit Petrus und Jörg Kachelmann
von oldman in : Seltsame Maschinen , Ungelöste Rätsel , Gedächtnisstütze1 Kommentar
Vorgestern um Drei war die Welt noch Ordnung.
Bis 15:53 Uhr jedenfalls.
Oldman filmte das Gewitter aus sicherem Unterstand heraus und amüsierte sich über seine drei Stubentiger, die aus verschiedenen Richtungen angewetzt kamen um sich zu verkriechen.
Daher das leicht überflüssige Foto von Julchen im Cabrio .
Meine Substitution für Skat, Kegeln, Saufen, Spazierengehen mit hinter dem Rücken verschränkten Armen, wie es sich für einen Rentner in kleinen Orten geziemt, rödelte an verschiedenen Plätzen vor sich hin.
Die Wettercam jagte alle 3 Minuten ein neues Foto von den Gewitterwolken um die Welt, während ich die Handcamera fast unter das herabstürzende Wasser hielt.
Die Donnerschläge, die in dem Filmchen zu hören sind, sind so laut gewesen, als seien die Blitze justemang bei mir hier im Garten eingeschlagen.
Jetzt sitze ich wieder hier in meiner Reetloggia mit halbem Acrylglasdach, malträtiere das Notebook mit diesem Text und kann doch nicht endlich wieder ins Internet.
Aus dem schwäbischen :”Da sott doch der Blitz nei fahre“, machte Gott Donar vorgestern vollen Ernst.
Das grelle Licht am Ende des Tunnels, der aus Nah-Tod-Erlebnissen bekannt ist, ging einher mit einem derart mächtigen Schalldruck, als säße ich vor einer Bassbox im ehemaligen Pat Dancing in Stuttgart.
Kein ankündigendes Grollen oder so, wie man es von einem anständigen Gewitter ja erwarten könnte NEIN.
Blitz und Bumms gleichzeitig
Oldmans feinste Körperhaare machten sich ganz lang, als wollten sie seinem Haupthaar von vor 30 Jahren Konkurrenz machen. Ölöktrösche Ladung oder Entladung schwirrte um mich rum. Ich bekam eine Aura und irrlichterte förmlich. Ist ja aber auch egal.
Pfffüüüüffft, hinter mir, zwischen Scheune und Haus ist er rein.
Um 15:53:59 Uhr stellte der Rechner der Wettercam die Sendung ein.

Das war auch der Moment, als das Modem, der Router und die Netzwerkkarten zweier Rechner ihren Geist aufgaben und der Switch im Garten sich seinen Mitarbeitern anschloss.
Wobei die Reihenfolge hier unwichtig ist.
Bis vorhin war oldman mit Reparaturen beschäftigt. Gestern kaufte er sich im LEO-Center einen neuen Router/Modem/eine Netzwerkkarte hatte er noch —- und eine Butterbrezel als Frühstück.
Was oldman auf allen Vieren gestern in seinem Computerzimmer gemacht hat beschreibt er jetzt nicht.
Warum auch, das Unwetter hat in Stuttgart Tote gefordert und Sachschäden, die den Unannehmlichkeiten von oldman die Rolle von Minimalkollateralschäden zuweisen.
Für den Garten-Wettercam-Rechner half mir Bernd vorhin über die Hecke hinweg mit einer Netzwerkkarte aus.
Morgen zum K&M nach Magstadt und eine Grafikkarte besorgen. Die Schlieren auf dem Hauptschirm sind unerträglich.
Vorerst habe ich auf die geschmurgelte Grafikkarte den Lüfter einer baugleichen, auch (aber anders) defekten gesetzt. Siehe Foto.
Wie das passieren konnte?
Vom Wohnhaus bis hinter die Scheune habe ich eine 30 Meter lange “Freileitung”
(hochwertiges mehrfach geschirmtes, abhörsicheres Datenkabel) gezogen.
Als Trägerkabel dient ein fest gespanntes gedrilltes Stahlseil. Zwei aussen liegende Verteilerdosen sind nicht abgeschirmt. Der Blitz knallte zwischen Haus und Scheune ins Erdreich. Da ist wohl ein wenig “Spannung” nach rechts und links durch die Kat5 Patchkabel bis in den Router /Modem - Netzwerkkarten - Switch der Rechner geflossen. Wie die Grafikkarte etwas abbekommen hat, weiss ich auch nicht.
Aber so isses. Nu löpt aalns wedder.
Nu is Sünndaach. Nu lacht der jo wieder.

